Freiwilligenprojekt "Schrägezaun" Bergmahd Öfen 2017

Unser erstes Freiwilligenprojekt bestand darin, auf dem Bergmahd Öfen einen bestehenden Stacheldrahtzaun durch einen 'Schrägezaun' zu ersetzen. Schrägezäune waren früher auch im Valsertal die geläufige Zaunform. Sie zeichnete sich vor allem dadurch aus, dass diese Zäune relativ leicht 'umzulegen' sind. Was heißt das? Im Herbst wird der Zaun umgelegt, damit ihn die Lawinen nicht 'mitnehmen'. Im Frühling wird er dann wieder aufgestellt.

Am 26. und 27. Mai 'baute' Alois Gatt den Schrägezaun unter tatkräftiger Mithilfe von 4 Freiwilligen und zwei seiner Brüder. Die 'Stecken' und 'Spelten' hatte er vorher in wochenlanger Arbeit mit Keilen so gespalten, dass sie 'Zaunformat' bekamen.

 

In zwei Tagen ersetzten die Helferinnen und Helfer etwa 130 m Stacheldrahtzaun. Eine gewaltige Leistung wenn man bedenkt, dass die Spelten teils weit nach oben getragen werden mussten. Die Schule der Alm sagt jedenfalls ein herzliches Dankeschön!

Unser Almlehrer Luis Gatt vor seinem Werk.

Die Freiwilligentruppe beim Essen und Trinken.

Johannes, ebenfalls ein begeisterter Freiwilliger, mit Kraxe und Christiane

Christiane ist eine begeisterte freiwillige Almhelferin.

Gerhard, ebenfalls ein verdienter freiwilliger Almhelfer, schleppt Spelten

Die 'Simeler-Brüder' Luis (links) und Erich beim Bearbeiten der Stecken.

Freiwilligenprojekt "Trockensteinmauern", Zeischalm, 2017

Das Projekt "Sanierung von Trockensteinmauern auf der Zeischalm" wurde 2017 begonnen. Trockensteinmauern waren früher die einzige Möglichkeit, Einhagungen für das Vieh zu errichten. Begrenzungen vor allem in gefährlichen Gebieten waren wichtig und somit unumgänglich. Die Steine für diese Mauern wurden von den Almflächen geholt, die dadurch eine qualitative Aufwertung erzielten. 

Die moderne Almwirtschaft benötigt kaum noch Trockensteinmauern. Daher werden die sogenannten Lesesteint, das sind jene Steine, die im Winter von Lawinen auf die Almflächen getragen werden, kaum noch entfernt. Unser Projekt soll also hier eine Rückbesinnung auf die alten Tugenden bewirken, die Almflächen weiterhin zu pflegen und von den Steinen zu befreien.

Im Jahre 2017 haben zahlreiche freiwillige Helfer auf der Zeisch dafür gesorgt, dass insgesamt rund 1.000 m2 Almfläche weitgehend von Steinen befreit worden sind. Diese wurden einerseits in Stein-Einhagungen deponiert und andererseits in einer entstehenden 'Steinpyramide' im oberen Bereich der Zeisch auf rund 2.200 m Seehöhe.

Für den Steintransport hat unser Almlehrer Erich Gatt eigens ein Vehikel konstruiert, das sogenannte 'Gatt-o-Mobil': ein Schubkarren, auf dem selbst große Steine abtransportiert werden können. 

Auch 2018 steht dieses Projekt wieder auf unserer Angebotsliste für Freiwillige der Schule der Alm.

Arbeitsbeginn: Erich Gatt bei der Planung. Die Mauer ist hier völlig verstürzt.

Erich begann, das quasi das Fundament herzurichten.

Mit dem Gatt-o-Mobil karrte er dann die Steine heran.

Jetzt steht die Mauer wieder dort, wo sie hingehört.

Gerhard, ein treuer Freiwilliger, bei einem heftigen Arbeitseinsatz auf der Zeisch.

Christian, ebenfalls ein treuer Mithelfer, beim Steintransport

Hier soll die Steinpyramide entstehen...

...die im Herbst schon beträchtliche Aumsmaße erreicht hat.

Freiwilligenprojekt "Revitalisierung von Waalen" auf den Inneren Mähdern, Inneres Valsertal 2017

Ein höchst interessantes Projekt im Inneren Valsertal geht auf den Vorschlag unseres Almlehrers Luis Gatt zurück. Ihm ist das Funktionieren der Waale, der kleinen Bewässerungskanäle hoch oben auf den Inneren Mähdern ein Anliegen. Denn mit funktionierenden Waalen wird nicht nur der Ertrag des wunderbaren Bergheus gesteigert. Genauso wichtig ist es, unerwünschte Gräser wie z.B. die Hartgräser ('Bürstling') zu minimieren.

Im Sommer 2017 machten sich dann unser 'Paradefreiwilliger' Johannes und Luis auf den Weg, um insgesamt drei kleine Kanäle wieder zu öffnen, die quasi 'verlandet' waren. Nun fließt wieder Wasser in den Waalen, das durch Versickerung die Graswurzeln erreicht und damit die Qualität des Bergheus verbessert. Die Fotos unten stammen von Johannes, dem wir dafür herzlich danken.

Es braucht eigentlich nicht mehr gesagt zu werden, dass Luis auch eine der Triebfedern der Valser 'Heuzieher' ist. Diese Gruppe hat sich dem Bergmahd verschrieben, das sie im Sommer - freiwillig - mähen und das Heu im Winter - freiwillig - zu Tal bringen, um es an die Bauern zu verteilen.

So erhält dieses 'Hobby' eine Wichtigkeit, die in unseren Tagen wieder geschätzt wird: Bergmähder sind nicht nur Lieferanten des duftenden Bergheus, sie sind auch sehr wichtig bei der Erhaltung des ökologischen Gleichgewichtes.

Gemeinsam mit unserem Naturschutzbeauftragtem Klaus Auffinger wurden die zu revitalisierenden Waale fixiert.

Gepflegte Bergmähder sind im Frühling fantastische Blumenwiesen.

Dier Blick durch das Tor der Heuhütte auf den inneren Bereich des Valsertales.

Los geht's: der erste Waal wird freigelegt.

Almküche in voller Aktion.

Der wunderschöne Blick von den Inneren Mähdern im Inneren Valsertal auf Sagwand, Fussstein und Olperer.

Die Heuhütte auf den Inneren Mähdern dient auch als kurzfristige Unterkunft.

Hier verlaufen insgesamt drei Waale.

Das Wasser für die Waale wird aus den kleinen Bächen bezogen.

Und im Winter bringen diese Herren das Heu von den Inneren Mähdern zu Tal.