FreiwilligenEinsätze 2017
Im Jahr 2017 – unserem zweiten Jahr als Schule der Alm – haben uns Freiwillige außerhalb unserer Kurse bei Sondereinsätzen geholfen, Schrägezäune zu bauen, Trockensteinmauern zu errichten und Waale zu revitalisieren. Ein paar Infos und Fotos haben wir hier zusammengestellt.
FreiwilligenEinsatz „Schrägezaun“, Bergmahd Öfen, 2017
Unser erstes Freiwilligenprojekt bestand darin, auf dem Bergmahd Öfen einen bestehenden Stacheldrahtzaun durch einen Schrägezaun zu ersetzen. Schrägezäune waren früher auch im Valsertal die geläufige Zaunform. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie im Herbst relativ leicht „umzulegen“ sind, damit die Lawinen sie im Winter nicht mitnehmen. Im Frühling werden die Zäune dann wieder aufgestellt.
Am 26. und 27. Mai 2017 baute Alois Gatt den Schrägezaun unter tatkräftiger Mithilfe von vier Freiwilligen und zwei seiner Brüder. Die „Stecken“ und „Spelten“ hatte er vorher in wochenlanger Arbeit mit Keilen so gespalten, dass sie Zaunformat bekamen.
In zwei Tagen ersetzten die Helferinnen und Helfer etwa 130 Meter Stacheldrahtzaun. Eine gewaltige Leistung, wenn man bedenkt, dass die Spelten teils weit nach oben getragen werden mussten. Die Schule der Alm sagt jedenfalls ein herzliches Dankeschön!

Unser Almlehrer Lois Gatt vor seinem Werk.

Das Holz für den Zaun musste zu Fuß transportiert werden.

Die „Simeler-Brüder“ Lois (links) und Erich beim Bearbeiten der Stecken.

Es wird: Im Hintergrund kann man schon den Schrägezaun sehen.
Freiwilligeneinsatz „Trockensteinmauern“, Zeischalm, 2017
Trockensteinmauern waren früher die einzige Möglichkeit, Einhagungen für das Vieh zu errichten. Begrenzungen vor allem in gefährlichen Gebieten waren wichtig und somit unumgänglich. Die Steine für diese Mauern wurden von den Almflächen geholt, die dadurch eine qualitative Aufwertung erzielten.
Die moderne Almwirtschaft benötigt kaum noch Trockensteinmauern. Daher werden die sogenannten Lesesteine, das sind jene Steine, die im Winter von Lawinen auf die Almflächen getragen werden, kaum noch entfernt. Unser Projekt sollte also hier eine Rückbesinnung auf die alten Tugenden bewirken, die Almflächen weiterhin zu pflegen und von den Steinen zu befreien.
Im Jahre 2017 haben zahlreiche freiwillige Helfer auf der Zeisch dafür gesorgt, dass insgesamt rund 1.000 Quadratmeter Almfläche weitgehend von Steinen befreit wurden. Diese wurden zum einen in Stein-Einhagungen deponiert und zum anderen in einer Steinpyramide im oberen Bereich der Zeisch auf rund 2.200 Metern Seehöhe.
Für den Steintransport hat unser Almlehrer Erich Gatt eigens ein Vehikel konstruiert, das „Gatt-o-Mobil“: ein Schubkarren, auf dem selbst große Steine abtransportiert werden können.

Erich Gatt bei der Planung. Die Mauer ist hier völlig verstürzt.

Erstmal muss das Fundament hergerichtet werden.

Mit dem „Gatt-o-Mobil“ karrte er dann die Steine heran.

Jetzt steht die Mauer wieder dort, wo sie hingehört.

Ein Freiwilliger beim Arbeitseinsatz auf der Zeisch.

Ein weiterer Mithelfer beim Steinetransport

Hier soll die Steinpyramide entstehen ...

... die im Herbst schon beträchtliche Ausmaße erreicht hat.
FreiwilligenEinsatz „Revitalisierung von Waalen“ auf den Inneren Mähdern, Inneres Valsertal, 2017
Ein höchst interessantes Projekt im Inneren Valsertal geht auf den Vorschlag unseres Almlehrers Lois Gatt zurück. Ihm ist das Funktionieren der Waale, der kleinen Bewässerungskanäle, hoch oben auf den Inneren Mähdern ein Anliegen. Denn mit funktionierenden Waalen wird nicht nur der Ertrag des wunderbaren Bergheus gesteigert. Genauso wichtig ist es, unerwünschte Gräser wie z.B. die Hartgräser (Bürstling) zu minimieren.
Im Sommer 2017 machten sich dann unser Helfer Johannes und Lois auf den Weg, um insgesamt drei kleine Kanäle wieder zu öffnen, die quasi verlandet waren. Nun fließt wieder Wasser in den Waalen, das durch Versickerung die Graswurzeln erreicht und damit die Qualität des Bergheus verbessert. Die Fotos unten stammen von Johannes, dem wir dafür herzlich danken.

Gemeinsam mit Schutzgebietsbetreuer Klaus Auffinger wurden die zu revitalisierenden Waale fixiert.

MIt Spitzhacke und Muskelkraft geht es ans Werk.

Der erste Waal ist freigelegt.

Das Wasser für die Waale wird aus den kleinen Bächen bezogen.



